Zukunft oder bereits Realität? Social Media Recruiting

WIFI OÖ |

Wussten Sie, dass Personalchefs oder Personalberater den Social Media Auftritt ihrer Bewerber überprüfen?

Die Bedeutung von Social Media nimmt stetig zu – und das nicht nur in unserem Alltag oder im Marketing, sondern auch im Recruitingprozess. Mehr und mehr Personalchefs oder Personalberater suchen neue Mitarbeiter über soziale Netzwerke und nutzen die dort hinterlegten Infos zum Start eines Bewerbungsverfahrens. Oder sie überprüfen die Social Media Profile ihrer Bewerber auf Twitter, Facebook, Xing und Co. – und das meist noch bevor diese zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Social Media Profile: Karriereschub oder Karrierebremse?

„Viele Arbeitssuchende – vor allem Jugendliche – haben mehrere Social Media Profile und diese werden natürlich auch von Personalisten und zukünftigen Chefs genutzt, um mehr über die Bewerber zu erfahren“, erklärt Mag. Christina Wurm, Personalberatin und Trainerin am WIFI OÖ, „unpassende Fotos oder kompromittierende Inhalte wirken sich dabei negativ aus.“

Onlinecheck Bewerber: Nach welchen Informationen Personalisten suchen

Für Personalchefs oder Personalberater bieten Social Media Profile eine willkommene Möglichkeit, mehr über ihre Bewerber herauszufinden – und das bereits im Vorfeld des Vorstellungsgesprächs. Im Fokus stehen hierbei zuallererst die fachliche Qualifikation der Kandidaten sowie öffentliche Kommentare zu Fachthemen oder zum Unternehmen. Darüber hinaus prüfen Personalisten auch Hobbies sowie jene privaten Aktivitäten, die Bewerbern auf ihren Social Media Kanälen zeigen.

Was Social Media Recruiting für Bewerber bedeutet

Für Bewerber bedeutet das: Je besser Sie sich in Business-Netzwerken wie Xing und Linkedin präsentieren, umso positiver fallen Sie auf. Sie sollten Ihre Profile daher stetig up to date halten und sowohl Ihre Informationen zu Jobwechseln, als auch Fort- und Weiterbildungen sowie spezifischen Qualifikationen pflegen.

Kompromittierende Inhalte oder Infos auf den Social Media Profilen von Bewerbern, wie beispielsweise beleidigende Äußerungen oder Widersprüche zu den Bewerbungsunterlagen, können den Recruitingprozess allerdings auch negativ beeinflussen.

Tipps und Tricks rund ums Bewerbungsgespräch

Bevor Sie sich für einen neuen Job bewerben, überprüfen Sie unbedingt Ihren eigenen Social Media Auftritt! Sie wurden zum Bewerbungsgespräch eingeladen? Herzlichen Glückwunsch! Nun geht es an die richtige Vorbereitung. Informieren Sie sich ausreichend über die Branche und das Unternehmen, in dem Sie sich beworben haben. Versuchen Sie überzeugende Argumente zu finden, die Lücken im Lebenslauf erklären und den gewünschten Jobwechsel begründen können. Und: Legen Sie bereits im Vorfeld Ihre Gehaltsforderung fest.

Darüber hinaus können Sie sich mit einer Reihe von Fragen beschäftigen, die Ihnen im Bewerbungsgespräch womöglich gestellt werden. Recherchieren Sie dazu im Internet, in Büchern oder bereiten Sie sich am besten mit einem professionellen Bewerbungscoach vor:

  • Warum denken Sie für eine Stelle besser geeignet zu sein als andere? – Überlegen Sie sich einige Beispielsituationen, in denen Sie die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle bereits in der Vergangenheit sehr gut erfüllt haben.
  • Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? – Überlegen Sie sich auch hierzu verschiedene Beispielsituationen.
  • Was war Ihr größter Erfolg oder Misserfolg? Wie sind Sie damit umgegangen?
  • Wieso interessieren Sie sich für die ausgeschriebene Stelle im entsprechenden Unternehmen? Was wissen Sie darüber?
  • Wie gehen Sie in Konflikten mit der Situation um?
  • Nennen Sie Ideen und Projekte, die Sie erfolgreich umgesetzt haben.

Achten Sie im Bewerbungsgespräch auf ein überzeugendes Auftreten

Neben einem professionellen Bewerbungsfoto, das Personalisten häufig den ersten Eindruck von Ihnen liefert, sind eine dem beruflichen Umfeld und Job entsprechende Bekleidung sowie ein selbstbewusster, sympathischer und authentischer Auftritt von Vorteil. Achten Sie während des Bewerbungsgespräches auf die Signale Ihres Interviewpartners und bleiben Sie stets bei einer positiven Sprache. So ist beispielsweise besser, Sie begründen, warum Sie eine neue Stelle antreten und nicht, warum Sie Ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben wollen.

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Foto: Adobe Stock - goodluz

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