Wilder Genuss

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Wussten Sie, dass ein Österreicher im Durchschnitt um die 65 kg Fleisch pro Jahr konsumiert? Nur ungefähr 0,6 kg davon entfallen auf Wildbret, obwohl es sich dabei um eine gesunde Fleischvariante handelt.

Ausstrahlungstermin des Servicetipps im ORF: 23.12.2019

 

Fleisch ist heute eines unserer Hauptnahrungsmittel und der weltweite pro Kopf Konsum hat sich in den letzten einhundert Jahren vervierfacht. In der EU belegt Österreich hinter Spanien und Luxemburg sogar Platz 3 im Fleischverbrauch, weltweit sogar Platz 15. Der Trend zeigt deutlich, dass dabei zu oft und auch nicht immer das beste Fleisch auf den Tisch kommt.

Wild auf Wild

Ob Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase oder Fasan – obgleich sich Wildprodukte mit nur einem halben Kilo pro Kopf kaum auf dem Speiseplan der Österreicher niederschlagen, bringt das Naturprodukt gerade für eine gesundheitsbewusste Ernährung viele Vorteile. Wildbret ist eine besondere Delikatesse und zudem köstlich und gesund:

  • Fettarm: Wildfleisch ist nicht nur cholesterinarm, es enthält von Natur aus auch wenig Fett, hat aber einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, das Gedächtnis und Sehvermögen aus.
  • Ausgezeichneter Eiweißlieferant: Das Fleisch von Wildtieren beinhaltet viel leicht verdauliches Eiweiß.
  • Reich an Spurenelementen: Wild zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an B-Vitaminen und Spurenelementen wie Eisen, Zink und Selen aus.

Herrliche Aromen aus der Wildküche

Wildbret verfügt von Natur aus über eine leichte Süße, daher eignen sich die Aromen von Früchten wie Birnen, Preiselbeeren, Äpfeln oder Trauben ideal, um den Geschmack des Fleisches zu intensivieren. Auch Nüsse wie Maroni, Haselnüsse oder Mandeln passen hervorragend zu Wild. Gerne wird es auch zu saisonalem Gemüse wie Kürbis oder Karotten – beispielsweise in Form von Pürees – oder Pilzen gereicht. Kräuter wie Rosmarin, Majoran, Thymian, Salbei, Wacholder und Lorbeer sind in der Wildküche bewährt und harmonieren ideal mit dem kräftigen Wildfleisch.

Übrigens, der als „Hautgoût“ bezeichnete, starke Eigengeruch von Wild gehört heute der Vergangenheit an und entstand durch zu lange oder falsche Lagerung des Fleisches. Wildbret darf zwar reifen, sollte aber niemals unangenehm riechen. Auch die klassische Wildbeize wird heute nicht mehr durchgeführt, da sie das Fleisch trocken und ausgelaugt macht. 

Reinhard Andorfer-Traint, Küchenmeister und Fachbereichsleiter am WIFI OÖ, erklärt, dass in der modernen Wildküche der Eigengeschmack des Fleisches im Vordergrund steht. „Damit das Fleisch schön saftig bleibt und nicht trocken und strohig wird, sollte es bei niedriger Temperatur sanft gebraten werden. Wacholder, Lorbeer oder Thymian verleihen dem Wild ein einzigartiges Aroma“, empfiehlt er.

Genussvolle Kochkurse am WIFI OÖ

Ob Mühlviertler Küche 4.0, Alpensushi, ein 4-Gänge-Menü vom Grill oder feine Pastaküche – am WIFI OÖ erfahren Sie nicht nur mehr über die Zubereitung von Wild, hier finden Sie zahlreiche Kurse zu den unterschiedlichsten Themen rund ums Kochen, Essen und Genießen! Erhalten Sie praktische Tipps und Tricks von unseren erfahrenen Trainern sowie herrliche Rezepte, die Sie zuhause nachzaubern können.

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