Sandra Hartl: Vom außerordentlichen Lehrabschluss zum Küchenmeister

WIFI OÖ |

Es ist nie zu spät, seine Wünsche und Ziele zu verfolgen. Das hat sich auch Sandra Hartl gedacht und nicht nur ihre Lehrabschlussprüfung nachgeholt, sondern mit dem Titel des Küchenmeisters auch die höchste Auszeichnung in ihrem Beruf erworben.

Sandra Hartl hat Hotel- und Gastgewerbeassistentin gelernt, konnte die Lehrabschlussprüfung aus familiären Gründen aber nicht abschließen. Danach kam die Familienplanung. Dennoch blieb das Nachholen des Lehrabschlusses immer ein Ziel. „Heutzutage ist es einfach so: Du brauchst für alles einen Zeugnis. Wenn du sagst, du kannst das, brauchst du dafür auch einen Beweis, ein Diplom, einen Abschluss. Und ich wollte auch einfach für mich selber wissen: Kann ich das?“, erklärt sie.

Vom außerordentlichen Lehrabschluss zum Küchenmeister

Darum hat Sandra Hartl 2017 den Entschluss gefasst, den Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg nachzuholen. „Danach ist eigentlich alles relativ zackig gegangen. Ich hab gleich noch den Lehrlingsausbilder am WIFI OÖ drangehängt, damit ich den Küchenmeister machen kann. Und der Küchenmeister war halt in dem Fall das Maximum, was aus diesem Lehrberuf herauszuholen war.“ Denn mit dem Küchenmeister hat Sandra Hartl die höchste für Köche zu erreichende Berufsbezeichnung erworben.

Weiterbildung bedeutet für die ehrgeizige Oberösterreicherin Freiheit und Unabhängigkeit: „Das heißt, dass ich mir meine eigene Meinung bilden und diese auch artikulieren kann. Dazu zählt auch das Ausweiten der persönlichen und beruflichen Kompetenzen.“

Eine anspruchsvolle Zeit

Rückblickend stellt sie fest, dass die Küchenmeister Ausbildung besonders anspruchsvoll war – besonders als Berufstätige. „Die Ausbildung zum Küchenmeister war schon sehr herausfordernd. Sie war so komplex und umfangreich. Und wenn man dabei auch noch arbeiten geht, dann ist das schon richtig heftig“, erinnert sich Hartl. Von Montag bis Donnerstag hat sie ihre Kurse am WIFI OÖ absolviert, Samstag und Sonntag hat sie gearbeitet. Besonders die Praxistage in der Küche haben Sandra Hartl viel abverlangt: „Die Kollegen hatten alle ein sehr unterschiedliches Niveau und ich war während meiner Ausbildung zum Küchenmeister nicht direkt in der Gastronomie tätig.“ Aber eine Lösung war schnell gefunden: „Ich hab jetzt viele schöne Kochbücher daheim“, lacht sie, „weil ich mir aus denen halt einfach Ideen geholt habe.“ So hat sie sich ideal auf die Praxistage vorbereitet. Auch von der kollegialen Atmosphäre im Kurs war sie begeistert: „Ich hab dort kreative Leute kennengelernt, von denen ich viel gelernt hab und ein tolles Netzwerk aufgebaut.“

Neben dem Titel des Küchenmeisters hat sie viel aus ihrer Ausbildungszeit mitgenommen: „Ich bin dadurch viel selbstbewusster geworden. Zu sehen, dass jemand anderes meine Leistung anerkennt, ist natürlich eine Bestätigung und war mir einfach wichtig.“ Darüber hinaus lässt Sandra Hartl das erworbene Wissen und viele wertvolle Ideen aus der Küchenmeister Ausbildung auch in ihren Betrieb, dem Hartl’s Kulinarikum am Linzer Südbahnhofmarkt, einfließen.

Für das WIFI OÖ hat sich Sandra Hartl deshalb entschieden, weil sie bereits die Vorbereitungskurse zur Lehrabschlussprüfung hier belegt und dabei gute Erfahrungen gesammelt hat: „Das WIFI hat mich seriös beraten. Ich hab gewusst was mich erwartet und es gibt ein großes Angebot. Wichtig ist für mich auch, dass die Weiterbildungen anerkannt sind, weil sonst hab ich damit auch nichts angefangen.“

Mit dem WIFI OÖ zum Küchenmeister

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