Gartenpflege und -gestaltung: Beruf oder Berufung?

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Der Garten ist ein ganz besonderer Ort. Ein kleines Paradies direkt beim Haus, das sich nach individuellen Vorlieben gestalten lässt und in dem man Ruhe und Erholung genießen kann. Ob beim Nickerchen im Liegestuhl oder beim „Garteln“ – Grünflächen bietet in jedem Fall Entspannung und eine Auszeit vom Alltag.

Gärten erfreuen sich bereits seit Tausenden von Jahren großer Beliebtheit als ein Stück umfriedetes Land, auf dem Pflanzen und auch Tiere von Menschen kultiviert werden. Hiervon leitet sich auch der deutsche Begriff Garten her: Er geht auf das Wort Gerte zurück, das ineinander verflochtene Weiden- oder Haselruten bezeichnet. Sie wurden früher zur Begrenzung des Gartens genutzt. Bis heute werden Grünflächen nicht nur als Nutzgärten angelegt, sondern auch um einen religiösen bzw. künstlerischen Zweck zu erfüllen oder in Form von Zier- bzw. Kleingärten schlicht und einfach der Erholung und Zerstreuung zu dienen.

Die Geschichte der Gartenkunst

Die Geschichte der Gartenkunst nimmt ihren Ausgang im Alten Ägypten, wie Ausgrabungen, Tempelinschriften und Wandgemälde eindrucksvoll belegen. Hier finden sich die ältesten Belege für das Kultivieren von Gärten, die bis in das Jahr 2.000 v.Chr. zurückgehen. Doch ob im Alten Ägypten, Griechenland, Babylonien oder Ostasien – Gartenkunst wird in zahlreichen Kulturkreisen praktiziert, wenn auch in unterschiedlichen Kontexten und mit verschiedenen Ansprüchen. In vielen Religionen und Mythen gilt der Garten sogar als Sinnbild eines vergangenen oder zukünftigen Paradieses.

Der Garten als individuelles Paradies

Doch nicht nur in religiösen Erzählungen erweckt ein Garten paradiesische Vorstellungen und Assoziationen in uns, sondern auch im Alltag. Schließlich ist der Garten ein einzigartiger Rückzugsort, der Ruhe und Entspannung vom Alltag ermöglicht und ganz individuell gestaltet werden kann. Und gerade in Zeiten der Coronakrise bietet er eine willkommene Abwechslung zu den eigenen vier Wänden und gilt als kleines „Urlaubsparadies“ direkt vor der eigenen Haustüre.

„Garteln“ als Hobby und zur Entschleunigung

Wer kennt es nicht: Der Terminkalender ist voll, der Alltag hektisch und nach getaner Arbeit stehen noch einige Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Gartenarbeit kann hier Wunder wirken. Sie entschleunigt, da die Natur ihrem eigenen Tempo folgt und damit im Gegensatz zu unserem Streben nach Effektivität steht. „Garteln“ bedeutet häufig, sich in Geduld zu üben und abzuwarten, denn Pflanzen folgen den Naturgesetzen und in ihrer Entwicklung ihrem ganz eigenen Takt. Dieser Rhythmus überträgt sich auch auf den Menschen. Zudem kann beim Graben, Pflanzen und Pflegen frische Energie getankt werden. Darüber hinaus ist die Gartenarbeit ein angenehmer Bewegungsausgleich, der Herz und Kreislauf in Schwung bringt.

Der Garten als Lebensraum und kreatives Outlet

Der Garten gilt zudem als ganz spezieller Lebensraum – in den warmen Monaten, wenn sich das Leben stärker nach draußen verlagert, wird er sogar zu einer natürlichen Erweiterung des Wohnzimmers. Und ebenso wie die Einrichtung des Zuhauses den Geschmack des Bewohners widerspiegelt, so ist auch der Garten ein individueller Ausdruck des Gärtners, der ganz nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen gestaltet werden kann. Ob mit Swimmingpool oder Schwimmteich für die Abkühlung im Sommer, als rustikaler Bauerngarten mit Blumen- und Gemüsebeeten, ostasiatischer Zen-Garten oder mit einladender Terrasse, Griller und gepflegtem Rasen – je nach Größe des Gartens lassen sich unterschiedliche Garten(t)räume umsetzen.

Den eigenen Garten gestalten

Ob man den Beruf eines Gärtners ausübt oder „Garteln“ als Berufung sieht – um Garten(t)räume Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es des entsprechenden Know-hows. Im Gartenplanungs-Workshop am WIFI OÖ lernen Sie, wie man ein Konzept zur Gestaltung von Gärten erstellt, erhalten wertvolle Tipps zur richtigen Pflanzenverwendung, dem Einsatz von Farben im Garten sowie wertvolles Wissen rund um die klassischen Methoden der Gestaltungslehre.

Darüber hinaus ist es sowohl als Landschafts- als auch Hobbygärtner wichtig, über das Thema Gartenpflege Bescheid zu wissen. Im WIFI OÖ Seminar Gartenpflege mit Sträucher- und Obstbaumschnitt erfahren Sie alles rund um die richtige Gartenpflege im Laufe eines Gartenjahres. Darüber hinaus werden Ihnen die Grundkenntnisse im Pflegen und Düngen, Schneiden und Gestalten eines Gartens praxisnah vermittelt und an einem Praxisnachmittag vertieft.

Kleine Gärten ganz groß! Gärtnern ohne Garten!

Um zu gärtnern bedarf es nicht unbedingt eines eigenen Gartens! Auch Terrasse, Hinterhof, Flachdach, Parkplatz, Balkon oder Fensternische können zu grünen Ruheoasen werden, wenn man nur „outside the box“ denkt. Denn oft braucht es neben etwas Kreativität nur ganz wenig, um ein kleines Gärtchen zu gestalten und eine lebenswerte Rückzugsnische zu gestalten! Im WIFI OÖ Seminar Kleine Gärten ganz groß! Gärtnern ohne Garten! verraten wir Ihnen, wie‘s geht!

Gärtner als Beruf

Garten- und Grünflächengestaltung bzw. Landschaftsgärtner ist der ideale Beruf für alle, die das Gärtnern lieben, gerne im Freien arbeiten und Garten-, Park- sowie Grünanlagen planen, bauen, gestalten, begrünen und pflegen möchten. Bei der Garten- und Grünflächengestaltung handelt es sich um einen Lehrberuf, der mit einer Lehrabschlussprüfung abschließt. Im Vorbereitungskurs Garten- und Grünflächengestaltung - Landschaftsgärtnerei am WIFI OÖ können sich die Kandidaten ideal auf die Lehrabschlussprüfung vorbereiten.

Wissen rund ums Thema Gärtnern am WIFI OÖ erwerben

Der Kreativität sind beim „Garteln“ kaum Grenzen gesetzt. Am WIFI OÖ können Sie in verschiedenen Planungs-Workshops und Tagesseminaren lernen, wie man Freiräume gebührend in Szene setzt, sie zu individuellen Rückzugsorten gestaltet und wie man Blumen und Pflanzen entsprechend kultiviert und pflegt.

  • Stöbern Sie durch das Online-Kursprogramm des WIFI OÖ
  • Beratung und Terminvereinbarung unter Tel. 05/7000-77 oder kundenservice@wifi-ooe.at

Das WIFI OÖ wünscht viel Spaß beim „Garteln“!

 

Foto: Adobe Stock – Peter Atkins

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